SCT-Derby und The Race

SCT-DERBY

Nach Modifikationen der Rollanlage Code 0 aufgrund der Erfahrungen am Rigi-Cup und einem sehr positiven Training, starteten wir am Samstag zuversichtlich im Luzerner Seebecken zum SCT-Derby des Segelclub Tribschenhorn. Bei einer sehr schwachen Bise, die sich nicht konstant durchsetzen konnte, erwischten wir für den ersten Lauf einen guten Start, hatten nach der ersten Wende vor der Luv-Boje aber schier absoluten Stillstand, sodass die Esse Steeltwo ohne Mühe an uns vorbeiziehen konnte. Da hatten wir wohl eine Portion Seegras abbekommen... Auf dem Schlag zur Lee-Boje entschieden wir uns für einen Kurs in Ufernähe mit dem wir schliesslich an der Wendeboje das Nachsehen hatten. Auf der ersten Kreuz liess sich der Rückstand zwar etwas verkürzen, was wir auf der zweiten Kreuz aber wieder im schwach windigen Ostbereich des Kurses verloren und nur an vierte Stelle der fünf Konkurrenten segeln konnten.
An der Startlinie zum zweiten Lauf machten sich dann bereits die seriösen Probleme mit der Steueranlage bemerkbar: Die Befestigung der Steuerseile hatte sich gelöst und das Ruder damit Spiel bekommen. Wahrscheinlich war es reines Glück das verhinderte, dass wir nicht ins Startboot krachten und einen eigentlich sehr guten Start erwischten. Auf dem Schlag zur Lee-Boje versuchten wir unter passivem Gennakersegeln eine 1.Hilfe-Reparatur der Steueranlage. Diese hielt auf dem Halbwindkurs, aber versagte deutlich beim anluven um die zweite Wendeboje auf den Am-Wind-Kurs. Ausser Kontrolle drehte Black Nessi zwei Kreise und stand den  Verfolgeryachten manövrierunfähig direkt mitten auf dem Kurs zur Wendeboje! Auch da verhinderte das notwendige Glück eine schlimme Kollision und wir konnten die Segel bergen und mit dem Autopiloten den Steg für die Reperaturarbeiten anlaufen. Die Stimmung war dementsprechend weit entfernt von gehoben, als wir beim Zusammenräumen die Zieleinläufe sozusagen von Land aus beobachten mussten.



THE RACE

Mit behobenem Schaden der Steueranlage aber neuen Schwierigkeiten am Grosssegel erwischten wir einen schlechten Start am Sonntag für den ersten Lauf am THE RACE. Dieser wurde aufgrund der erwarteten Bise bis 15 Knoten in das Küssnachter Seebecken verschoben. Was uns da allerdings erwartete war ein schwacher Südwind von 5-7 Knoten... In Erwartung für mehr Wind starteten wir ohne Code 0, was sich leider nicht bestätigte. Die Manöver funktionierten tadellos. Aber mit dem Rückstand vom Start weg und dem nicht optimalen Druck am Grossegel konnten wir von der vierten Position nicht weiter nach vorne segeln.
Das erwartete Auffrischen der Biese blieb im Küssnachter Seebecken weiterhin aus. Südlicher konnten hingegen Schaumkronen ausgemacht werden. Die Regattaleitung entschied sich deshalb eingangs Luzerner Seebecken zwar einen kurzen aber wenigstens einen zweiten Lauf der Regatta starten zu lassen. Wieder happerte es am Start. Ansonsten segelten wir solide, taktisch jedoch nicht tadellos uns so blieb uns wieder der vierte Rang - allerdings mit deutlich weniger Rückstand zur Spitze.

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